Jedes Produkt bekommt eine Zahl zwischen 0 und 100. Sie bewertet die Machart einer Rezeptur — nicht, ob ein Produkt für dich persönlich sinnvoll ist. Sie ist keine Kaufberatung und kein Ersatz für ärztlichen Rat. Hier steht offen, wie die Zahl entsteht.
Jeder Wirkstoff wird mit seinem hinterlegten Wirkbereich verglichen — anteilig: 80 % der Mindestmenge ergeben 0,8 Punkte, nicht null. Mehr als das Doppelte der sinnvollen Obergrenze kostet Punkte, denn Überdosierung ist keine Qualität. Presshilfsmittel und Füllstoffe zählen hier nicht mit — sie haben keine Wirkdosis.
Welche Form eines Wirkstoffs verwendet wird. Wir bewerten die Form, nicht die Marke: Ein Reinheits- oder Patentsiegel bringt keinen einzigen Punkt, weil daraus kein Wirkvorteil folgt.
Sind alle Wirkstoffe einzeln mit Menge deklariert. In vielen Märkten ist das weitgehend Pflicht — deshalb wiegt diese Achse bewusst nur 15 Punkte. Eine gesetzliche Mindestanforderung ist kein Verdienst.
Drei zählbare Prüfungen bei Proteinprodukten: ob freie Aminosäuren im Zutatenverzeichnis stehen, wie viel Gramm Protein tatsächlich in einer Portion stecken, und ob die Portionsgröße auffällig über den üblichen 25 bis 30 Gramm liegt. Wir stellen fest, was deklariert ist — wir unterstellen keine Absicht.
Punkte kostet nur, was belegbar ist: verbotene Stoffe, Farbstoffe ohne funktionalen Nutzen, und ein Füllstoffanteil, der die Wirkstoffe übersteigt. Süßstoffe kosten keinen Punkt.
Unabhängige Drittlabor-Zertifikate — Kölner Liste, Informed Sport, NSF, GMP. Ein fehlendes Zertifikat heißt nicht, dass ein Produkt belastet ist. Es heißt, dass es niemand extern geprüft hat.
Diese Liste ist genauso wichtig wie die Achsen darüber. Wo die Datenlage kein Urteil trägt, fällen wir keins.
Aspartam, Sucralose, Acesulfam-K und Steviolglykoside kosten keinen Punkt. Sie sind zugelassen, und die zulässigen Tagesmengen sind über ein Präparat praktisch nicht erreichbar. Wir zeigen an, was enthalten ist, und ordnen es ein — filtern kannst du selbst.
Patentierte Zutatenmarken bringen keine Punkte. Sie belegen Reinheit oder Herkunft, keinen Wirkvorteil gegenüber gleich dosierter Ware.
Geschmackssache oder tagesabhängig. Beides gehört nicht in eine Zahl, die wie ein Urteil aussieht.
Fehlt uns für einen Wirkstoff der Referenzwert, setzen wir die Bewertung aus und schreiben das hin. Eine geratene Zahl wäre schlimmer als eine Lücke.
Dasselbe Etikett ergibt dieselbe Zahl. Die Auswertung läuft ohne Zufallsanteil, und die Punktevergabe ist eine feste Rechnung, kein Sprachmodell. Bekommst du für dasselbe Produkt zwei verschiedene Zahlen, ist das ein Fehler — schreib uns.
Schicken Sie uns das Produkt, die beanstandete Stelle und Ihre Unterlagen. Wir prüfen jede Meldung, korrigieren nachweisbare Fehler und vermerken die Korrektur beim Produkt. Das ist kein Entgegenkommen — es ist die Bedingung dafür, dass diese Bewertung etwas wert ist.
Bewertungsversion biolyze-v5 · Stand August 2026 · Änderungen an der Methodik werden hier zuerst veröffentlicht.